Klassengesellschaft bedeutet Sexismus, Ungleichheit und Gewalt

Der Mord an seiner Partnerin durch den ‚Bierwirt‘ hat wieder in den Fokus gerückt wie oft Frauen durch Partner oder ihnen nahestehende Personen ermordet werden. Das wird von allen zu Recht verurteilt – aber was ist die Ursache von Femiziden und wie können wir sie in Zukunft verhindern?

Wir leben in einer Gesellschaft in der Sexismus alltäglich ist und viele Frauen von ihren Partnern finanziell abhängig sind.

Durch die Pandemie und Krise wurde diese Abhängigkeit verschärft – und der Lockdown hat bedeutet dass die Isolation von durch häusliche Gewalt bedrohte Frauen gestiegen ist und sie vielfach ohne Unterstützung dastehen.

Die Regierung hat durch ihre Politik wenig getan um das zu verändern. Dass es nun einen Gipfel gibt um Maßnahmen zu überlegen ist Augenwischerei. Das gilt auch für die Grünen. Sigrid Maurer hat sich zu Recht gegen Sexismus gewehrt aber sie verteidigt die Politik der Kurzregierung. Was tun die Grünen konkret um die Situation von durch Gewalt bedrohten Frauen zu verbessern?

Sexistische Ideologie ist mit der Klassengesellschaft und dem Privateigentum entstanden. Als das Erbrecht vom mutterrecht auf das Vaterrecht umgestürzt wurde, wurden Frauen somit zum Eigentum des Mannes um die nachkommenschaft sicher zu stellen. Die Auswirkungen spüren wir noch heute – Sexistische Ideologie bricht den Willen von Frauen damit sie sich in ihr Schicksal fügen.

Heute stehen viele Frauen auf wirtschaftlich eigenständigen Beinen – im selben Grade wie sie Jobs haben von denen sie leben können (und Kinderbetreuung damit sie diese Jobs ausüben können) sind sie nicht mehr auf gedeih und verderb einem Partner ausgeliefert.

Dennoch müssen wir dafür kämpfen dass Frauen vollständig ökonomisch unabhängig sind – durch höhere Löhne, Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn, leistbare mieten. Und dass sowohl Frauen wie Männer gegen Sexismus und Gewalt gegen Frauen aufstehen.

Männer wie Frauen – und alle die sich gegen Unterdrückung und Ausbeutung zu wehren haben – haben ein Interesse daran die Klassengesellschaft und damit Frauenunterdrückung zu überwinden. Wir müssen gemeinsam dafür und für ein Ende von Gewalt gegen Frauen kämpfen – und eine Bewegung aufbauen die den Kampf aller von Unterdrückung und Ausbeutung betroffener vereint. Das bedeutet diesen Kampf mit jenem für eine sozialistische Gesellschaft und eine demokratisch geplante Wirtschaft zu verbinden.

Keine Frauenbefreiung ohne Sozialismus – kein Sozialismus ohne Frauenbefreiung!